Samstag, 3. März 2012

life is how it is and how it was

bereits mein dritter blog versuch nun. irgendwie verliert man ja stets die lust und die zeit und den ansporn, insbesondere wenn man ein derart langweiliges leben wie ich führt. aber nun, zum dritten:

Diese Woche:
- hörte meine Station bei der Staatsanwaltschaft Hamburg auf. Es waren aufregende 3 Monate, die ich hinter mir habe. Ich habe Leute angeklagt und Strafen gefordert, habe Tränen gesehen und beruhigend auf Leute eingeredet. Ich kam mir wichtig in der Robe vor und war glücklich, wenn mir der Richter gefolgt ist. Ich habe Anklagen gegen Prostitutierte, Hooligans, Nazis, Betrüger, Inkassounternehmer und Diebe geschrieben. Ich habe Deutsche und Ausländer angeklagt. Habe fragwürdige Einstellungen geschrieben. Habe einen Haftbefehl gegen einen flüchtigen Verbrecher geschrieben, der Polizei Verfügungen wegen Ermittlungen geschrieben. Habe nette Gespräche mit Richtern gehabt, mich im Gerichtssaal in den Stuhl zurückgelehnt und war absolut zufrieden, wenn ich als Staatsanwalt angesprochen worden bin. Glücksmomente!! Ich war glücklich, wenn ich von meiner Chefin, StAin G., für meine gute Arbeit gelobt wurde und es war schön, als wir nach den drei Monaten ins Du fielen und ausmachten, in Kontakt zu bleiben. Da vergisst man schnell, wieviel ich in den drei Monaten gearbeitet habe.
- begann meine Station beim Amtsgericht Hamburg-Mitte. Meine eigentliche Ausbilderin Dr. K. sagte mir leider am Mittwoch ab, dafür wurde ich dann Dr. L. zugeteilt, der auch nett ist und Verkehrsrecht/ Handelsrecht etc. macht. Wird sicher eine spannende Zeit.
- habe ich endlich geschafft, die AG-Fahrt nach Riga zuende zu planen. 12 von 18 Leuten aus der AG kommen auch mit. Ich bin sehr zufrieden und war richtig gerührt, als meine Kollegen sich bei mir für die Orga bedankten und klatschten.
- wurde ich von meinem Mitbewohner aus der WG rausgeworfen. Endlich, sag ich dazu. Es passt einfach nicht, trage dabei aber Schuld. Von alleine wäre ich wohl nicht gegangen, dafür hat das Zimmer einfach zu viele Vorteile gehabt. Everything is in its right place...
- sitze ich an der Korrektur von ner Europarechtsklausur. Leider verschieb und verschiebe ich das... furchtbar.
- hatte ich ein Vorstellungsgespräch bei B. S. Rechtsanwälte (im Dienst seiner Kunden seit 1870 oder so) wegen der RA-Station. Mein liebe Ex-Mitbewohnerin A. würde jetzt wieder davon reden, die Sonne würde stets für mich scheinen. Montag beworben (nur mittels meines überzeugenden Examenszeugnisses), Montag gleich Anruf ich solle doch in den nächsten Tagen vorbeikommen, Mittwoch dann das Gespräch und nach 15 Minuten Gespräch mit Prof. Dr. B. und ich war angenommen. Eigenes Büro, Nebenverdienst und auch die Atmo, alles hat gestimmt. Ich bin stolz auf mich.
- habe ich mich mal wieder gemerkt, wie schrecklich es ist, wenn man auf die Mitarbeit von anderen angewiesen ist. Die Personalstelle schickt mir nicht die Genehmigung für meine Nebentätigkeit an der Uni und Prof. Dr. C.S. schickt mir einfach nicht das Referenzschreiben für Tansania obwohl es schon seit Tagen da sein sollte. Jetzt muß ich sowohl die Personalstelle wie auch den C. nerven gehen was mir üblich schwer fällt.

E.

PS: Wie kam ich auf die Überschrift. Da is sonen Mädel bei facebook, die küsst James Dean und der starb ja bekanntlich in einem classic car und über classic cars singen die bright eyes ja:

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